AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von Certus Intelligence
§ 1 Geltungsbereich und Volljährigkeit (1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Geschäftsbeziehungen und Mandatserteilungen zwischen Certus Intelligence (nachfolgend „Auftragnehmer“ oder „wir“) und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“ oder „Kunde“), die über die Webseite certus-intelligence.com angebahnt und abgeschlossen werden. (2) Die Inanspruchnahme unserer Dienstleistungen ist strengstens Personen vorbehalten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und voll geschäftsfähig sind. Mit der Auftragserteilung bestätigt der Kunde ausdrücklich seine Volljährigkeit.
§ 2 Vertragsabschluss (1) Die Präsentation der Ermittlungspakete auf unserer Webseite stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Mandatserteilung dar. (2) Der rechtsverbindliche Vertrag kommt in dem Moment zustande, in dem der Kunde den Bestellprozess (Checkout) vollständig abschließt und den Button zur verbindlichen Mandatserteilung (z. B. „Kaufen“ oder „Mandat erteilen“) betätigt. (3) Der Kunde erhält unmittelbar nach Abschluss der Buchung eine Bestellbestätigung per E-Mail.
§ 3 Vertragsgegenstand, Gewährleistungsausschluss und Rechtsnatur (1) Gegenstand des Vertrages ist die Durchführung von digitalen Recherchen und OSINT-Ermittlungen (Open Source Intelligence) gemäß dem gebuchten Paket. (2) Die Parteien sind sich darüber einig, dass es sich bei der Dienstleistung rechtlich um einen Dienstvertrag (gemäß § 611 BGB) und nicht um einen Werkvertrag handelt. Wir schulden das professionelle, methodische Tätigwerden und die Durchführung der Recherche, jedoch ausdrücklich keinen bestimmten Erfolg (wie etwa das zwingende Auffinden von versteckten Profilen oder Beweisen für Untreue). (3) Ein unauffälliger Befund (keine Auffindung von kompromittierendem Material) stellt ein ordnungsgemäßes Ermittlungsergebnis dar. Ein Anspruch auf Rückerstattung der Vergütung bei Nichterhärtung des Verdachts ist ausgeschlossen.
§ 4 Berechtigtes Interesse und Missbrauchsschutz (1) Der Auftraggeber versichert eidesstattlich mit dem Akzeptieren dieser AGB, dass er ein berechtigtes, privates oder familiäres Interesse an der Durchführung der Überprüfung der Zielperson hat (z. B. bestehende oder vergangene Partnerschaft). (2) Es ist dem Kunden strikt untersagt, unsere Dienstleistung zu nutzen, um völlig fremde Personen auszuspionieren, zu belästigen oder Stalking zu betreiben. (3) Der Auftraggeber stellt Certus Intelligence von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer vorsätzlich missbräuchlichen oder rechtswidrigen Beauftragung durch den Kunden resultieren.
§ 5 Mitwirkungspflichten und Falschinformationen (1) Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle zur Ermittlung notwendigen Basisdaten (z. B. Namen, bekannte Social-Media-Profile) wahrheitsgemäß und zeitnah über den gesicherten Zugang zu übermitteln. (2) Übermittelt der Kunde vorsätzlich falsche, fiktive oder irreführende Daten (Fake-Daten), die zu einer inhaltlich falschen oder ins Leere laufenden Ermittlung führen, gilt die vertraglich vereinbarte Dienstleistung als vollständig erbracht. Eine Rückerstattung der Mandatskosten ist in diesem Fall vollumfänglich ausgeschlossen, da die Arbeitszeit und die Systemressourcen bereits in Anspruch genommen wurden.
§ 6 Stornierung, Rückerstattung und Erlöschen des Widerrufsrechts (1) Dem Kunden wird nach der Mandatserteilung eine Frist von maximal 3 Tagen eingeräumt, in der er den Auftrag kostenfrei stornieren kann. Diese Frist gilt jedoch höchstens bis zur Übermittlung der finalen Zieldaten durch den Kunden. (2) Um eine schnellstmögliche Bearbeitung zu gewährleisten, beginnen wir zeitnah nach der Datenübermittlung mit den Ermittlungen. Sobald Certus Intelligence dem Kunden die offizielle Benachrichtigung „Ihr Fall wird bearbeitet“ per E-Mail zustellt, ist der Rechercheprozess aktiv gestartet. (3) Erlöschen des Widerrufsrechts: Der Kunde stimmt ausdrücklich zu, dass Certus Intelligence vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist mit der Ausführung der digitalen Dienstleistung beginnt. Dem Kunden ist bekannt, dass er durch diese Zustimmung mit Beginn der Ausführung (gekennzeichnet durch den Versand der E-Mail „Ihr Fall wird bearbeitet“) sein Widerrufsrecht verliert. Ab diesem exakten Zeitpunkt ist eine Stornierung oder Rückerstattung ausgeschlossen.
§ 7 Zahlungsbedingungen (1) Die Vergütung für das jeweilige Mandat wird unmittelbar mit dem Vertragsabschluss fällig. (2) Certus Intelligence bietet folgende gesicherte Zahlungsmethoden an: Visa, Mastercard, Maestro, Klarna (ggf. inkl. Ratenkauf oder Rechnungskauf gemäß den Bedingungen von Klarna), Apple Pay, Google Pay und Shop Pay. (3) Die Abbuchung erfolgt unter einem neutralen Verwendungszweck zur Wahrung der absoluten Diskretion des Kunden.
§ 8 Vertraulichkeit, Datenschutz und Löschung (1) Certus Intelligence verpflichtet sich zu absoluter Verschwiegenheit über alle im Rahmen des Mandats anvertrauten oder bekannt gewordenen Informationen. (2) Alle vom Kunden übermittelten Zieldaten sowie die erstellten Ergebnis-Dossiers werden nach Abschluss des Mandats militärisch verschlüsselt und nach Ablauf einer vierzehntägigen (14 Tage) Frist restlos von unseren Systemen gelöscht, um maximale Datensicherheit gemäß DSGVO zu garantieren.
§ 9 Schlussbestimmungen (1) Auf Verträge zwischen Certus Intelligence und den Kunden findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung. Die gesetzlichen Vorschriften zur Beschränkung der Rechtswahl und zur Anwendbarkeit zwingender Vorschriften insbesondere des Staates, in dem der Kunde als Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt. (2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt.